Friesland ist flach. Aber sowat von. Ich erwähnte das ja neulich. Keine Berge, kein Wald. Nix steht im Weg. Landschaftsfotografie ist jetzt nicht soooo meins Ich treibe mich mit der Kamera ja lieber auf der Straße rum. Streetfotografie halt. Ich wollte diese Landschaft jetzt nicht so fotografieren, wie sie sich immer darstellt. Keine satten Grüntöne, kein goldenes Abendlicht, keine Postkarten-Idylle. Schwarzweiß hat mich hier gereizt, weil es die Landschaft auf das reduziert, was tatsächlich trägt: Linien, Kontraste, Struktur. Ein Seezeichen im Watt, eine Deichstraße, die sich bis zum Horizont zieht, ein Schaf als Ersatz für Menschen und das auch überhaupt keine Probleme mit dem Datenschutz hat – all das funktioniert…
Seit Samstag sind wir wieder unterwegs und ooh welch Überraschung: wieder eine Auszeit mit dem Wohnmobil in den Niederlanden. Diesmal allerdings etwas weiter, nämlich in Friesland, denn wir haben eine Woche Zeit. Und … natürlich wieder mitten im Nirgendwo. Ganz so wie wir es mögen.
Ich befürchte, hier hält der Schlendrian Einzug. Neulich stellte ich nämlich fest, dass ich den Monatsrückblick für Juni nicht geschrieben hatte. Und beim Blick auf den Kalender fiel es mir wie Schuppen aus den Haaren oder von den Augen, wer weiß das schon so genau, dass der Rückblick für den Juli noch nicht mal angefangen wurde. Einfach wieder vergessen. Verdelli …
Voilà … ich jetzt auch. Nachdem ich von Dennis Gloth, Patric Rossmeisl, Michael Koopmann und anderen angefixt worden bin, habe ich mich auch mal an das Projekt Fotozine herangewagt. Vom eigenen S/W-Drucker zur Onlinedruckerei Minizines hatte ich in der Vergangenheit für ein Guerilla-Art-Projekt schon einmal gebastelt. Mein normaler S/W-Laserdrucker war für dieses Projekt auch vollkommen ausreichend, für den Druck eines Fotozines allerdings völlig ungeeignet. Auch das Herumexperimentieren mit verschiedenen Papiersorten brachte mich nicht weiter. Außerdem kann der Drucker nicht randlos drucken. Das geht, soweit ich weiß, nur bei Tintenstrahlern oder speziellen Fotodruckern. Schlussendlich habe ich das Teil bei einer Onlinedruckerei machen lassen und bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Das…
Fast genau ein Jahr ist es her, dass wir die letzte Großbaustelle am Haus in Angriff genommen hatten. Nach nervenden Wochen voller Lärm, Dreck und Schlepperei schlossen wir die Baustelle im Herbst ab. Nun geht es seit einer Woche munter weiter. Bagger machen das, was Bagger so machen: Lärm und Dreck. Grund genug, um sich für ein paar Tage vom Acker zu machen. Sollen die sich mal ohne uns austoben.
… die gehören einfach zusammen. Weil es schon immer so war. Und immer so sein wird: Niederlande – Camping – Vla
Am letzten Wochenende machte ich eine Zeitreise. Diese Reise brachte mich an einen Ort meiner Kindheit. den ich regelmäßig mit meinem Vater besuchte. Auch als junger Mensch war ich oft mit Freunden dort. Was ich jetzt dort vorfand, hat meine Vorfreude doch ziemlich getrübt.
Die Radfahrerlandschaft zeigt auffälig oft das gleiche Bild, wenn Paare eine gemeinsame Radtour machen. Er vorne weg, sie hinterher. Ordnungsgemäß mit Helm, Fahrradoutfit und Warnweste ausgerüstet, geht es mit dem E-Bike auf Tour. Packtaschen fehlen ebenso wenig wie Spiegel, Navi, Halterung fürs Handy und Trinkflaschen. Er gibt vorne ordentlich Gas – weil ganzer Kerl – sie mit deutlichem Abstand hinterher, weil rasen ist nicht so ihr Ding.
Dienstag, 3:30 Uhr wecken. Husch husch unter die Dusche, anziehen, schneller Kaffee, die restlichen Klamotten im WoMo zusammen mit der Lieblingsfrau und Schwiegervater verstauen und ab geht‘s Richtung Norden, die Familie für ein paar Tage in Seedorf am Schaalsee besuchen.
Hach … heute Morgen ging’s ja mit den Temperaturen. Da fällt das Atmen irgendwie leichter und die Luft ist sehr angenehm. Die dicken Hummeln scheinen das auch so zu sehen.




































