Was ist nur los mit meiner Regelmäßigkeit? Stelle fest, dass, was das Thema Monatsrückblicke angeht, hier doch ziemlich der Schlendrian eingekehrt ist.
Hab ich wat anne Ohren? Angeblich höre ich ja nur das, was ich hören will. Gelegentlich auch mal das, was ich nicht soll. Soweit die Gerüchteküche. Aber in letzter Zeit stimmt wohl was mit meinem Fernseher nicht. Oder mit meinen Ohren?
Straßenfotografie ist seit jeher Teil meiner fotografierenden Lebensabschnitte. Von meinem ersten Gehalt kaufte ich mir Anfang der 80er eine Nikon EM und fing recht schnell damit an, meine Fotos selber zu entwickeln. Natürlich sehr zur Freude meiner Eltern, die in dieser Zeit das Badezimmer nicht nutzen konnten. Auch meine Maßnahmen zur Verdunkelung des Badezimmers kamen seeehr gut an. Hilft ja nix. Um Fotos zu entwickeln braucht man absolute Dunkelheit.
Samstag war Tag der Trinkhallen. Trinkhallen… „Gehe er mal zur Trinkhalle und hole er mir ein Bier“, oder wat? Blödsinn. „Geh ma anne Bude…“ So is richtig.
Und Rubbeldikatz war die Woche in Friesland auch schon wieder rum. Wie schnell das immer so geht. Kaum da, bisse wieder wech. Naja, schön war’s auf jeden Fall. Toller Stellplatz, brilliantes Wetter, maximale Entschleunigung.
Friesland ist flach. Aber sowat von. Ich erwähnte das ja neulich. Keine Berge, kein Wald. Nix steht im Weg. Landschaftsfotografie ist jetzt nicht soooo meins Ich treibe mich mit der Kamera ja lieber auf der Straße rum. Streetfotografie halt. Ich wollte diese Landschaft jetzt nicht so fotografieren, wie sie sich immer darstellt. Keine satten Grüntöne, kein goldenes Abendlicht, keine Postkarten-Idylle. Schwarzweiß hat mich hier gereizt, weil es die Landschaft auf das reduziert, was tatsächlich trägt: Linien, Kontraste, Struktur. Ein Seezeichen im Watt, eine Deichstraße, die sich bis zum Horizont zieht, ein Schaf als Ersatz für Menschen und das auch überhaupt keine Probleme mit dem Datenschutz hat – all das funktioniert…
Seit Samstag sind wir wieder unterwegs und ooh welch Überraschung: wieder eine Auszeit mit dem Wohnmobil in den Niederlanden. Diesmal allerdings etwas weiter, nämlich in Friesland, denn wir haben eine Woche Zeit. Und … natürlich wieder mitten im Nirgendwo. Ganz so wie wir es mögen.
Ich befürchte, hier hält der Schlendrian Einzug. Neulich stellte ich nämlich fest, dass ich den Monatsrückblick für Juni nicht geschrieben hatte. Und beim Blick auf den Kalender fiel es mir wie Schuppen aus den Haaren oder von den Augen, wer weiß das schon so genau, dass der Rückblick für den Juli noch nicht mal angefangen wurde. Einfach wieder vergessen. Verdelli …
Voilà … ich jetzt auch. Nachdem ich von Dennis Gloth, Patric Rossmeisl, Michael Koopmann und anderen angefixt worden bin, habe ich mich auch mal an das Projekt Fotozine herangewagt. Vom eigenen S/W-Drucker zur Onlinedruckerei Minizines hatte ich in der Vergangenheit für ein Guerilla-Art-Projekt schon einmal gebastelt. Mein normaler S/W-Laserdrucker war für dieses Projekt auch vollkommen ausreichend, für den Druck eines Fotozines allerdings völlig ungeeignet. Auch das Herumexperimentieren mit verschiedenen Papiersorten brachte mich nicht weiter. Außerdem kann der Drucker nicht randlos drucken. Das geht, soweit ich weiß, nur bei Tintenstrahlern oder speziellen Fotodruckern. Schlussendlich habe ich das Teil bei einer Onlinedruckerei machen lassen und bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Das…
Fast genau ein Jahr ist es her, dass wir die letzte Großbaustelle am Haus in Angriff genommen hatten. Nach nervenden Wochen voller Lärm, Dreck und Schlepperei schlossen wir die Baustelle im Herbst ab. Nun geht es seit einer Woche munter weiter. Bagger machen das, was Bagger so machen: Lärm und Dreck. Grund genug, um sich für ein paar Tage vom Acker zu machen. Sollen die sich mal ohne uns austoben.



































