Friesland ist flach. Aber sowat von. Ich erwähnte das ja neulich. Keine Berge, kein Wald. Nix steht im Weg.
Landschaftsfotografie ist jetzt nicht soooo meins Ich treibe mich mit der Kamera ja lieber auf der Straße rum. Streetfotografie halt. Ich wollte diese Landschaft jetzt nicht so fotografieren, wie sie sich immer darstellt. Keine satten Grüntöne, kein goldenes Abendlicht, keine Postkarten-Idylle. Schwarzweiß hat mich hier gereizt, weil es die Landschaft auf das reduziert, was tatsächlich trägt: Linien, Kontraste, Struktur. Ein Seezeichen im Watt, eine Deichstraße, die sich bis zum Horizont zieht, ein Schaf als Ersatz für Menschen und das auch überhaupt keine Probleme mit dem Datenschutz hat – all das funktioniert ohne Farbe vielleicht sogar besser.
Die Bilder sind auf verschiedenen Wegen durch Friesland entstanden – ohne festes Konzept, eher mit dem Gefühl, was vielleicht funktionieren könnte. Manchmal war es die Ruhe der Weite, manchmal ein einzelnes Element, das sich gegen den leeren Himmel abzeichnete. Wie immer aber nur mit dem nötigsten unterwegs. Kamera und Objektiv. Mehr nicht.
Ob das gelungen ist, muss jeder für sich entscheiden. Für mich war es vor allem eins: ein Experiment mit einem Stil, den ich liebe, an einem Ort, der genau dafür wie gemacht scheint.










