Mastodon
Aufnahme vom Wasser aus auf eine Reihe geparkter Wohnmobile am Ufer des Camperplaats aan de Ee bei Dokkum.
Alltagsgeschichten

Camperplaats aan de Ee bei Dokkum – Ruhe am Wasser

Seit Samstag sind wir wieder unterwegs und ooh welch Überraschung: wieder eine Auszeit mit dem Wohnmobil in den Niederlanden. Diesmal allerdings etwas weiter, nämlich in Friesland, denn wir haben eine Woche Zeit. Und … natürlich wieder mitten im Nirgendwo. Ganz so wie wir es mögen.

Transparente Kosten und beste Lage

Wir stehen auf dem Camperplaats Aan de Ee, ca. 3 km vor Dokkum. Poleposition direkt am Wasser. Der Stellplatz befindet sich auf einem ehemaligen Bauernhof und das Interessante an dieser Location ist, dass der Kuhstall teilweise umgebaut wurde und nun als Sanitärgebäude genutzt wird. Wirklich super gelöst. Sehr großzügig und tipptopp gepflegt. Küche und Leseecke wurden mit integriert. Ausserdem kannst du hier noch die wirklich wichtigen Lebensmittel kaufen. Chips, Süsskram, Kaffee. Die Preise stehen auf einer Tafel. Einfach nehmen was du brauchst und das Geld in ein Einmachglas werfen. Völlig unkompliziert. Der Rest des Stalls dient als Unterstellmöglichkeit für Fahrräder. E-bikes könne dort natürlich auch geladen werden.

Der Sanitärbereich wird übrigens mit Musik beschallt. Immer. Das ist soweit erstmal nichts besonderes. Hat man öfter. Wenn es sich dabei aber um holländische Volksmusik im Stile vom Musikantenstadl handelt, dann wird’s schon spezieller. Und wenn zu dem in holländischer Sprache gesanglich vorgetragenem Liedgut auch noch gejodelt wird, dann ist das schon sehr schräg. Aber auch das läßt sich toppen: die holländischen Gäste pfeifen mit. Immer. Bei jedem Lied. Ich kann mein Glück kaum in Worte fassen, dass ich das noch erleben darf. In Oirschot lief wenigsten Radio 10 auf dem Klo. Sowas wie bei 80’s 80’s in Deutschland.

Aber Schnickschnack, Papperlapapp .. der Platz ist wirklich toll. Für 12 WoMos ausgelegt, Ruhe schon fast garantiert. Die Übernachtung kostet 24€ all inkl.! Passt hervorragend. Mit dem Rad bist du in 15 Minuten in Dokkum, ans Meer schaffst du es in 30 – 45 Minuten. Je nach Gegenwind, denn Friesland ist flach. Also so richtig flach. Da kannste heute schon sehen, wer morgen zu Besuch kommt. 

Und schlagartig überkommt dich Entspannung

Am Samstag war erstmal „Ankommen“ angesagt. Markise raus, Tisch und Stühle raus, hinsetzen, Schiffe kucken. Am Wochenende ist ganz schön viel Verkehr auf der Ee. Alle fahren mit ihren Booten, egal ob groß oder klein, die Ee rauf und runter. Ist ein bisken wie Kino. Bin gar nicht richtig zum Lesen gekommen. Ab und zu gesellte sich noch ein Angler dazu, badete den Wurm in der Ee und zog dann unverrichteter Dinge wieder ab. Die Fortsetzung folgte am Sonntag, nur mit der kleinen Unterbrechung, dass wir uns zwischendurch mal auf die Räder schwangen und flußaufwärts zum „nächsten“ Cafe radelten. So ein Stück Appeltart kommt ja nicht so mir nichts dir nichts vorbeigeflogen. Das muss man sich schon verdienen. 

Für Montag war eigentlich Dokkum angesagt. Da es vormittags aber regnete, habe ich die Zeit genutzt, hier schon mal was aufzuschreiben. Ab mittags kam dann die Sonne wieder raus. Also zack auf die Räder und los ging’s nach Dokkum. Doch dazu später mehr.

Infobox für Wohnmobilisten (Auf einen Blick)

DetailInformation
StellplatzCamperplaats Aan de Ee
Kapazität12 Stellplätze
Preis24 € / Nacht (All-inclusive)
AusstattungSanitäranlagen, Küche, Leseecke, Fahrrad-Unterstand inkl. Stromanschluss
LageDirekt am Wasser, ca. 3 km bis Dokkum. Einkaufsmöglichkeiten (Jumbo-Martk auf dem Weg nach Dokkum)
Teile diesen Beitrag gerne mit der Welt da draußen.

🤘🏻 Willste mehr?

Ich verschicke keinen Spam! Erfahre mehr in der Datenschutzerklärung

Martin Pesch

Martin Pesch - Blogger, Fotograf und Autor. Ruheständler mit Reiselust und Hang zu kreativen Eskapaden. Mit Beginn des Ruhestands habe ich nun Zeit und Lust mein Leben in Worte zu fassen. Früher war mehr Dia-Abend, heute mehr Blog.

8 Comments

  • Britta Langhoff

    Den Campingplatz kenn ich vom Vorbeifahren mit dem Boot auch. Sehr gute Wahl. Und Dokkum sowieso…
    Wollen wir dies Jahr auch noch hin.
    Ich wünsch Dir viel Spaß in unserem schönen Friesland und immer fleißig „niksen“ – mit oder ohne Gejodel. ( hab ich übrigens neulich auch gehört im NL Radio, grauslich )

  • czoczo

    Hi Martin!
    24€ pro Personn ist schon ein gute Preis (glaube ich zumindest-ich bin kein Wohnmobilreisende).
    Und bei solche „Luxus“ wie Du beschreibst erst recht… ich kann mir schon vorstellen wie es Lustig da vorgeht bei Wasserlassen wo alle fangen zu mitüfeifen zu Musick 😉
    Toll
    VG und schönen Urlaub
    czoczo

  • Elke

    Das mit dem Wohnmobil hört sich super an. Gestern noch haben mein Mann und ich darüber gesprochen, mit dem Wohnmobil mal nach Schweden, Norwegen die Ecken mal abzufahren.

    Das würde ich gern mal, ober eben spontan wie Ihr mal hier und mal dahin. Ab 2028 ist mein Mann dann Rentner. Ich darf/muss noch ein paar Jahr länger. Aber wir wären trotzdem flexibler und Frieda könnte auch mit.

    Ach ich les so gern deine Artikel. Du inspirierst mich.

    Herzliche Grüße
    Elke

    • Martin Pesch

      Martin Pesch

      Danke dir Elke. Ja, so ein Wohnmobil ist schon eine tolle Sache. War früher allerdings noch schöner, da waren nicht so viele unterwegs. Seit Corona ist das ja ein Mega-Trend, mit all seinem Nachteilen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert