Und Rubbeldikatz war die Woche in Friesland auch schon wieder rum. Wie schnell das immer so geht. Kaum da, bisse wieder wech. Naja, schön war’s auf jeden Fall. Toller Stellplatz, brilliantes Wetter, maximale Entschleunigung.
Während in diesem Velbert die ganze Woche Temperaturen um die 30 Grad Plus herrschten, war es in Friesland recht angenehm. Tatsächlich hatte ich mir sogar in einer Nacht ziemlich den Arsch abgefroren. Musste mir doch noch ne zusätzliche Decke holen. Neun Grad waren es.
Ist in so nem Auto dann doch ein wenig frisch. Ansonsten hatte es bis auf den Donnerstag und Freitag „nur“ um die 22 Grad. Am Donnerstag und Freitag zeigte das Thermometer auch die dreißig Grad aber durch den ständigen Wind war es auszuhalten. Friesland halt. Platt bis zum Horizont. Wind aus allen Richtungen. Ebenso komfortabel hatten wir die letzte Hitzewelle bei der Familie im Norden überstanden. Landleben halt.
Und jetzt? Regen. Und dunkel isset. Hat irgendwie was von Herbst. Die Blätter verlieren ordentlich an Farbe, die Straßen nass, alles ziemlich ungemütlich. Richtig kübeln müsste es aber trotzdem mal. Übrigens hatte ich am Dienstag meine Vespa zur Inspektion gebracht. Bei Regen selbstverständlich. Zum Glück lag noch meine Motorradkombi auf dem Dachboden. Also alles fein.

Ich krieg die Motten
Kaum waren wir wieder zu Hause, bemerkten wir: da flattert was. Und hier und da und dort auch. Nachdem ein Flatterexemplar eingefangen wurde, stellte sich heraus, dass es sich um Motten handelte. Vorratsschrank geöffnet und da waren sie. Lebensmittelmotten. Was folgte war ein Massaker, das dem Gemetzel bei einer Zombieapokalypse in nichts nachstand. Wie im Blutrausch. Rasend … so ungefähr jedenfalls.
Also alles ausräumen, angefangene Packungen entsorgen, die anderen Schränke und Schubladen ebenfalls ausräumen, alles kontrollieren und mit Essigwasser auswaschen. Ist schon spannend, was man teilweise so in den Schränken hat. Da machste Entdeckungen. Oha….
Die Homebase der Viecher war relativ schnell ausgemacht. Ein Pott mit Paniermehl. Wir hatten das aus alten Brötchen und Brot hergestellte Paniermehl in diesen 1L Joghurthumpen gelagert. Und der war nicht richtig verschlossen.
Von diesen Humpen haben wir übrigens einen guten Vorrat. Denn wenn das Kind der Lieblingsfrau mit seiner Freundin zu Besuch kommt, ist das für sie natürlich immer mit einer kostenlosen warmen Mahlzeit verbunden. Logisch. Ist ja auch ne Entfernung von Essen nach Velbert. Da sind die Reserven schnell aufgebraucht. In den 30 Minuten. Da brauchste dann auch ordentlich was auffe Gabel.
Ich koche immer gefühlt die vierfache Portion, damit die Herrschaften auch was mit nach Hause nehmen können. Das Essen kommt dann in eben diese Humpen. Geben wir denen das Essen in den guten Tuppertöppen mit, sehen wir die nie wieder. Also die Tuppertöppe.
„Ihr habt noch die Tuppertöppe vom letzten Mal.“ „Wir???? Nee kann nicht sein. Wir haben überhaupt keine Tuppertöppe.“ „Doch. Unsere.“ „Ne haben wir nicht.“ Usw. usw. – kennt man ja,
Scheint wohl eine Art Naturgesetz zu sein. Tuppertöppe verschwinden auf Nimmerwiedersehen, sobald sie das Haus Richtung eines anderen Haushaltes verlassen. Deshalb: nur noch Joghurthumpen.

So geht Nachbarschaft
Das Viertel, in dem meine Frau aufwuchs, hat schon seit ewigen Zeiten eine tolle Gemeinschaft. Und auch wenn sie dort nicht mehr wohnt, ist sie, und ich inzwischen auch, Teil dieser Gemeinschaft. Regelmäßig finden Unternehmungen statt. Gemeinsames Grillen, Radtouren, Wandern. Diesmal: Radtour. Von Velbert nach Duisburg zum Tiger and Turtle und wieder zurück.
Tiger and Turtle ist eine von vielen Landmarken, die im Ruhrgebiet auf den ehemaligen Abraumhalden errichtet wurden. Eines der touristischen Highlights der Region. 60 km hatten wir hinterher auf dem Tacho. Am Abend noch ordentlich einen auf gemütlich im hiesigen Wirtshaus gemacht und dann nach Hause. Ein toller Tag.
In dieser Woche soll es mit dem Gartenprojekt weitergehen. Mal schauen, wie die Herren Handwerker das so einrichten können oder ob wir denen wieder ewig hinterher telefonieren müssen.




2 Comments
Flusskiesel
Gegen Lebensmittelmotten helfen übrigens ziemlich gut Schlupfwespen. Die kann man bestellen und bekommt so kleine Pappkärtchen, wo die Eier von denen drin sind. Die Tiere sind so winzig, dass man sie mit bloßen Augen kaum erkennen kann. Die Miniminimini-Wespen schlüpfen dann, bumsen und suchen für die nächste Generation dann die Gelege der Lebensmittelmotten. Generation 2 der Wespen frisst dann die Eier der Motten.
Von den Kärtchen kriegt man dann alle paar Wochen welche.
Das ist so faszinierend und funktioniert so gut, dass ich mich seinerzeit schon beinahe über den Mottenbefall gefreut habe.
czoczo
Hi Marttin,
schein eine schöne Tripp gehabt.
Ter Tiger and Turtel habe ich auch vor ein paar Jahren besucht . allerdings mit dem Auto 🙂 ist gemütlicher aber lange niocht so schön.
Tolle Bericht… mit den Motten das ist bestimmt nicht wirklich Spannend… vor allem das man dan alles und überall anschauen muss und meisten sachen landen dabei im Mühl.
Hoffe ihr habt geschaft sich davon frei zu machen
VG czoczo