Ich befürchte, hier hält der Schlendrian Einzug. Neulich stellte ich nämlich fest, dass ich den Monatsrückblick für Juni nicht geschrieben hatte. Und beim Blick auf den Kalender fiel es mir wie Schuppen aus den Haaren oder von den Augen, wer weiß das schon so genau, dass der Rückblick für den Juli noch nicht mal angefangen wurde. Einfach wieder vergessen. Verdelli …
Nicht dass das für dich von besonderem Belang wäre. Ist dir vermutlich auch komplett Wumpe, ob ich einen Rückblick schreibe oder nicht. Für mich ist es das allerdings schon. Soll ja so ein Rückblickreflektionsding sein. Aber da du schon mal hier bist, kannste jetzt auch weiterlesen.
Wohnmobil-Panne auf der Rückfahrt: Notbetrieb statt Erholung
Alles fing in diesem Monat mit nem ordentlichen Hopala an. Auf der Rückfahrt vom Familienbesuch aus dem diesmal total heißen Norden, machte das Wohnmobil Mucken. Genauer gesagt, als wir in diesem Velbert ankamen, tankten und dann weiterfahren wollten, ging die Motorkontrolleuchte an und die Karre fuhr nur noch 40 Sachen. Notbetrieb. Quasi auf dem Zahnfleisch ging es auf den letzten Metern nach Hause. Entspannung weg, gute Laune weg, Zornesröte statt Sonnenbräune im Gesicht. Der ADAC diagnostizierte irgendwas mit der Abgasrückführung, setzte den Fehler zurück und alles war wieder fein. Die Werkstatt konnte nichts mehr finden, weil: Fehler gelöscht. Man empfahl mir, einfach wieder für ein Wochenende wegzufahren und zu schauen, was passiert. Genau mein Ding sowas. Steh ich total drauf, auf solche Aussagen. Entspannt mich ungemein. Von wegen.
Verlängertes Wochenende in Noord-Brabant: Auszeit in Oirschot
Egal. Wir haben uns dann doch getraut, haben die Pause auf der Baustelle genutzt und sind mal wieder für ein verlängertes Wochenende Richtung Niederlande gefahren. Die Provinz Noord Brabant hatten wir überhaupt nicht so richtig auf dem Schirm. Oirschot liegt in der Nähe von Eindhoven und war für uns in 1,5 Stunden entspannt zu erreichen. Eine kleine Auszeit war sowieso mal wieder nötig und der Stellplatz genau richtig dafür. Die Fahrt verlief reibungslos. Aber: bloß nicht groß rumtönen, Samstag geht es wieder los. Wir dürfen gespannt sein, ob die Karre Mucken macht oder nicht.

Großprojekt Garten: Phase 2 der Baustelle startet
Apropos Baustelle. Vor fast genau einem Jahr fing unser Großprojekt im Garten an. Abriss des Anbaus. War wieder so eine Sache, die mir ungemein auf den Sender ging. Kannste gerne hier nachlesen.
In diesem Monat startete Phase 2 des Projektes. Betonplatte entfernen, Eisenträger wegflexen und das Gelände begradigen. Hatte kurz mal darüber nachgedacht, das alles selbst zu machen. Mal eben so zack zack mit nem Abbruchhammer den Beton aufpicken und alles mit dem Dumper rauf in den Container fahren. War aber nur ein kurzes gedankliches Aufflackern, das die Lieblingsfrau zum Glück sofort im Keim erstickte. Ich leistete keinerlei Widerstand und das war auch gut so, denn die Baufirma war eine ganze Woche beschäftigt. Mit schwerem Gerät und dann noch diese Hitze. Da merkt man erst, wie man sich als Laie so verschätzen kann.
Bagger kucken wie früher: Im Ruhestand als Baustelleninspektor
Als die Baufirma ankam, juckte es mich dann doch wieder in den Fingern. Die rückten nämlich mit nem Bagger an, der vorne so ein Pressluftabbruchmoped montiert hatte, mit dem sie die Bodenplatte aufpicken konnten. Meine ganzen Argumente, mich das doch auch mal machen zu lassen, zogen nicht. Kein Bagger fahren, kein Radlader fahren – nix. Also nur zukucken. Kam mir stellenweise vor wie so’n Opa, der die Baustellen in der Stadt inspiziert. Sind so Kindheitserinnerungen. Kennst du bestimmt auch noch. Sobald in der Stadt eine Baugrube ausgehoben und der Bauzaun aufgestellt wurde, rotteten sich die Rentner davor zusammen, begutachteten und diskutierten den Baufortschritt. „Neee so wird dat nix.“ „Dat hält nich.“ „Da musse nochma beigehen.“ Obwohl – ich bin ja jetzt auch Rentner. Mmmm … mal kucken, wo in diesem Velbert was gebaut wird.

Hitzewelle im Juli: Ich schwitze still und leise vor mich hin
Die lang anhaltende Hitzeperiode hat unsere Unternehmungen ordentlich ausgebremst. Sport und Fotowalks nur eingeschränkt, Radtouren auch eher weniger. In der Regel überwiegend rumgesessen, gelesen und geschwitzt. Bei unserem Ausflug zur Trabrennbahn Gelsenkirchen war es dermaßen heiß, dass sogar die Kamera eine Überhitzungsmeldung ausgab und den Betrieb erstmal einstellte. Hatte ich auch noch nicht.
Und der August macht mit der Hitze da weiter, wo der Juli aufgehört hat. Bin mal gespannt wie lange das noch so geht. Am Samstag fahren wir wieder los Richtung Niederlande. Diesmal fast bis an die Küste. Die Wetteraussichten für diese Region sind eigentlich ganz verträglich. Mal schauen wie es wird. Ich werde berichten. Bis dahin wünsche ich angenehmes Schwitzen …



