Näää wat schööön … wat hatten wir Wetterchen am Wochenende.
Eigentlich hatten wir uns ja den Samstag als Saunatag ausgeguckt. Natürlich ohne Hut … weißte Bescheid, ne?
Aber bei dem famosen Wetter zog es uns raus anne Luft. Sonne tanken. Die erste Sonnenbetankung fand bei mir ja schon am Donnerstag auf der Suche nach der Apotheke statt, aber Sonne kann man ja nach den trüben Wochen sowieso nicht genug bekommen.
Statt also faul in der Sauna rumzuliegen, wollten wir ein wenig wandern. Natürlich da, wo wir auch die meiste Sonne abbekommen würden. Im Bergischen Land rennste ja immer nur durch Wald. Berge rauf, Berge runter. Auch wenn die Bäume noch nackig sind, mit Sonne ist da trotzdem mau. Also ab Richtung Niederrhein. Da find ich es sowieso am schönsten. Je näher Richtung Niederlande, desto besser.

Wanderung vom Kloster Kamp – Wald und offene Landschaft im Wechsel
Unser Ziel war diesmal Kamp-Lintfort. Ausgangspunkt der kleinen Wanderung war der Parkplatz gegenüber des Klosters Kamp. Wir sind kaum jemandem begegnet und haben jeden Sonnenstrahl eingefangen. Die Landschaft wie gewohnt phänomenal. Die Runde endete am Kloster Kamp, wo wir noch so lange in der Sonne saßen, bis sie so langsam hinter den Häusern verschwand.
Das Café des Klosters war noch geöffnet. Also zack rein – bloß keine Gelegenheit mit Kaffee und Kuchen verpassen.

Kloster Kamp – der perfekte Abschluss der Tour
Das ehemalige Zisterzienserkloster ist heute ein geistliches und kulturelles Zentrum. Obwohl ich mit Kirche überhaupt nix am Hut habe, schaue ich mir Kirchen sehr gerne an. Die Architektur und die Geschichte der Kirchengebäude interessiert mich sehr.
Sehenswert ist auch der Terrassen- und Barockgarten. Am Samstag mäßig besucht, im Sommer dürfte es hier ziemlich überlaufen sein.

Flucht auf den Berg – wenn Mücken Mönche ärgern
Wir haben übrigens unterwegs einen Gedenkstein gefunden, der auf die Anfänge der Zisteziensermönche hinweist. Auf einem Hinweisschild stand, dass hier 1123 alles begann. Die Mönche hätten wegen einer Mückenplage im „Tal“ ihre Wirkungsstätte dann auf den Kamper Berg verlegt. Echt jetzt? Berg? Herrlich! Ich hab im Garten schon höhere Schuttberge gehabt. Für den Niederrhein sind das wahrlich alpine Verhältnisse. Kuck mal auf das Höhenprofil. Ab km 10 ging’s dann los mit dem „Aufstieg“ zum Kloster. Die Tour kannst du übrigens hier nachlaufen.

Sonntag: Radtour zum Baldeneysee
Sonntag hielt es mich auch nicht lange zu Hause. Das Wetter machte da weiter, wo es am am Tag zuvor aufgehört hatte. Sonne satt. Die Beste hatte sich nachmittags auf den Weg ins Altenheim gemacht. Ich blieb zu Hause. Brauch da im Moment etwas Abstand. Als sie losmachte, schwang ich mich aufs Rad und radelte zum Baldeneysee. Arschkalt war’s aber schön.
Am See steppte natürlich der Bär. Alle waren unterwegs, Vitamin D aufladen. Am Haus Scheppen, einem der bekanntesten Motorradtreffs in der Region hab ich kaum einen Parkplatz für mein Fahrrad bekommen. Ich verzichtete daher auf einen Kaffee und radelte durch das wunderschöne Hespertal zurück zum Ort der Wohnhaft.

In die Sauna geht’s dann am nächsten Wochenende. Da soll das Wetter ja wieder ziemlich uselig werden.
Der Parkplatz gegenüber des Klosters Kamp (Adresse: Abteiplatz, Kamp-Lintfort) eignet sich perfekt als Ausgangspunkt. Von dort führen mehrere Wanderwege durch den Kamper Wald.
Ja, der Terrassengarten ist täglich von 8:00 Uhr bis zur Abenddämmerung frei zugänglich. An Wochenenden im Sommer kann es allerdings recht voll werden.
Ja, das Café am Kloster bietet Kaffee und Kuchen. Die Öffnungszeiten variieren saisonal – am besten vorher checken. Bezahlt wird übrigens nach dem Spendenprinzip.
Na klar, einfach auf den Link klicken, Tour offline speichern und dann kann es auch schon los gehen.
Das Haus Scheppen ist ein ehemaliger Lehnshof aus dem 13. Jahrhundert und heute ein beliebter Motorradtreff. Vor Ort gibt es Imbissstände, allerdings sind die Parkplätze meist schnell belegt. Bei schönem Wetter und am Wochenende nicht zu empfehlen, wenn du nicht auf Menschenmassen und Lärm stehst



