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Alltagsgeschichten,  Text-Snacks

Nun isse wech

Neun Jahre. Klingt nach ner langen Beziehung. War es auch.

Die letzten zwei Jahre fristete mein Moped allerdings ein Dasein hauptsächlich als Garagenmöbel.

Und bevor sie sich dann endgültig die Reifen eckig steht, hab ich mich doch schweren Herzens dazu entschlossen sie zu verkaufen.

Sie hat nun ihr neues Zuhause in der Nähe von Rüdesheim gefunden.

Neun Jahre. War gut. Ist gut.

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Martin

Ruheständler mit Reiselust und Hang zu kreativen Eskapaden. Mit Beginn des Ruhestands habe ich nun Zeit und Lust mein Leben in Worte zu fassen. Früher war mehr Dia-Abend, heute mehr Blog.

8 Comments

  • Flusskiesel

    Mich tröstet es immer ungemein, wenn ich Technik (bei mir sind es ja meist eher elektronische Geräte wie Laptops, Tablets usw.) irgendwo hin abgeben kann, wo sie weiter nützlich sein können.

    Menschen können zu solchen Gegenständen ja tatsächlich eine gewisse Bindung aufbauen und Du hattest sicher so manche gute Zeit mit dem Motorrad.

    • Martin

      Martin

      Oh ja … ich hab damit sehr schöne Touren gemacht und viel erlebt. Aber alles hat halt seine Zeit. Und irgendwann muss man sich halt trennen. Aber der Käufer war ein echter Motorradenthusiast, da ist sie in guten Händen. Schon verrückt, dass einem das wichtig ist.

      • Flusskiesel

        Ich hatte viele Jahre meinen ersten Mac im Keller stehen und war dann total glücklich, dass mir ein Sammler den für eine Kiste Bier abgenommen hat. Ich kann das also sehr verstehen.

  • Ron Vollandt

    Neun Jahre. Eine halbe Ehe. Eine ganze Schulbildung. Oder eben: ein Motorrad, das vom treuen Begleiter zum Garagenmöbel mutiert.

    Deine lapidare Art, davon zu erzählen, hat etwas wunderbar Melancholisches – ohne ins Sentimentale abzurutschen. „War gut. Ist gut.“ Drei Worte, die mehr sagen als ein seitenlanger Abschiedsbrief. Genau diese Lakonie macht den Text so authentisch.

    Ich musste beim Lesen an meine eigenen Gedanken über das Loslassen denken. Neulich habe ich darüber geschrieben, wie schwer wir Menschen uns damit tun, rechtzeitig aufzuhören – bei Projekten, Beziehungen, ja selbst bei Diskussionen (ich habe direkt den Link drauf gesetzt). Dein Moped hatte Glück: Du hast den richtigen Zeitpunkt erwischt, bevor die Reifen wirklich eckig wurden.

    Die Vorstellung, dass Technik irgendwo weiterlebt, wo sie geschätzt wird, hat tatsächlich etwas Tröstendes. Wie Flusskiesel (großartiger Name übrigens) in den Kommentaren schreibt: Es ist schön, wenn Dinge einen neuen Sinn finden. Besser als staubiges Herumstehen in der Garage – wobei ich gestehen muss, dass meine Garage aktuell eine beeindruckende Sammlung von Dingen beherbergt, die „irgendwann bestimmt nochmal“ gebraucht werden. Werden sie natürlich nicht. 😉

    Alles Gute dem Moped in seiner neuen Heimat! Und dir: Respekt fürs rechtzeitige Loslassen.

  • bahnwärterin

    ich trau´s mich kaum zu schreiben – nach den vorangehenden komments…..:
    DINGE kann ich wunderbar loslassen. bin da ganz unsentimental.
    die erinnerungen bleiben eh.
    im „coronasommer“ haben sich hier reihenweise „ältere herren“ auf ausflug mit ihren übermotorisierten krads zerbröselt – besser, du fährst das ding nichtmehr 😀
    xx

    • Martin

      Martin

      Kann ich nachvollziehen. Bin auch eher der Entsorger als der Sammler. Hab da auch überhaupt keine Probleme mit.
      Naja, nach über 40 Jahren Moped fahren darf dann auch mal gut sein. Aber wer weiß 😆

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