Arbeitsplatz eines Rentner-Bloggers mit Fujifilm X-T30 Kamera, aufgeschlagenem Notizbuch mit handschriftlichen Notizen, Laptop, Emaille-Kaffeetasse mit Haldewitzka-Logo, Smartphone und beschriebenen Papieren auf Holztisch – typischer Alltag im Ruhestand beim Bloggen und Fotografieren
Persönliches,  Rückblick

Ein Jahr haldewitzka.de – planlos aber glücklich

Rubbeldikatz – mein Bloggerjahr ist rum. Haldewitzka wird ein Jahr alt. Ich stelle fest: bloggen macht Spaß. Was als „ach-ich-kuck-mal-ob-das-was-wird-Projekt“ anfing, hat nun einen festen Platz in meinem Alltag eingenommen. Das sind meine Erfahrungen aus dem ersten Bloggerjahr.

Wie alles anfing – Ruhestand und Ratlosigkeit

Schon im letzten Jahr hatte ich mir massiv Gedanken gemacht, wie ich denn so die Zeit im Ruhestand rumkriege. Im Herbst 2024 entschied ich mich, mit dem Bloggen anzufangen. So ein Rentnertagebuch in diesem Internetz vielleicht.


Also fing ich an, mich zu informieren. Was und worüber soll ich eigentlich genau schreiben? Interessiert das überhaupt jemanden? Alle sagen, man muss irgendwelche Nischen bedienen. Und SEO ist wichtig. Fokus-Keyphrases, Meta-Beschreibungen, alles muss da rein. Ein Redaktionsplan ist super wichtig. Und wie bastel ich mir so ein Blog-Dingens überhaupt. Und wo?


Alter Verwalter … klingt ja nach mächtig viel Arbeit. Ob ich das wohl gewuppt bekomme? Werd ich wissen, wenn ich damit angefangen habe.

Die Sache mit der Nische 

Zuerst: Nische finden. Wat für ne Nische? Wenig Konkurrenz, viel Mehrwert, sofort bei Google gefunden werden. Hab ich alles nicht zu bieten. Wer liest schon das Tagebuch von so nem alten Sack.

Aber!!! Wir haben ein Wohnmobil. Am Haus gibt’s genug zu werkeln. Kreatives Zeugs machen wir gerne. Drüber könnte ich schreiben. Für später mal. Für die Nachwelt.

Preisfrage! Warum nicht alles fein mit Füller in ein Tagebuch schreiben? So eins aus Papier. Zum in die Hand nehmen und drin blättern und schmökern. Warum den ganzen Aufwand betreiben? Warum? Warum ist die Banane krumm? … Hab ich mir jetzt in den Kopf gesetzt. Will wissen ob ich das kann oder zu blöd für den Computerkram bin. Und vielleicht liest ja jemand mit und ich lerne nette Mitblogger kennen. Um so besser. Also los geht’s.

WordPress, KI und technischer Firlefanz

Zuerst musste ich mir überlegen, wo der/die/das Blog wohnen soll. Baukastenmäßig bei irgendeinem Anbieter oder so richtig schön individuell mit WordPress aber dafür völlig ahnungslos. WordPress schien mir die sinnvollste Entscheidung zu sein.

Nachdem ich einen Anbiedaster gefunden hatte, ging es erstmal darum, den ganzen Zinober überhaupt zu verstehen. Blockeditor, Plugins, der ganze technische Firlefanz. Hat mich ganz schön Nerven gekostet. Alle Welt verdammt ja KI. Aber ich war froh, dass ich sie hatte. Meine Prompts anfangs so: „Ich möchte … und habe das Problem … erkläre es mir so, dass es auch ein absoluter Vollidiot versteht.“ Hat meistens funktioniert. Bis ich feststellte: Der KI-Kollege erzählt stellenweise ganz schönen Blödsinn. Aber jetzt sind wir fein miteinander. Unterschwellige Drohungen helfen.

Redaktionsplan? Brainstorming-Apps? Gelöscht!

Als alles eingerichtet war, musste ich mir nur noch Gedanken darüber machen, was ich so schreiben werde. Und wie oft? Wie erreichen diese epochalen Beiträge die Weltöffentlichkeit? Welche verdammte Nische wird es werden? Und welchen Mehrwert kann ich bieten? Da fällt mir echt nix zu ein. Nische. Was für ein Blödsinn. Mehrwert. Auch so ein Unfug.


Damit ich meine Ideen, mit denen ich diese berühmte Nische füllen könnte, irgendwo sammeln kann, legte ich einen Redaktionsplan an. Und so eine App, mit der man brainstormen kann, legte ich mir auch zu. Den ganzen Schnickschnack, der das Arbeiten an meinem Bloghimmelfahrtskommando erleichtern wird.


Dann kam Phase zwei. Ideen sammeln. Gut vorbereitet saß ich vor dem Laptop und wartete. Geistesblitz und wuuuusch – rein damit in den Laptop. Magisches Schreiben sozusagen.
Passierte aber nicht. Nix. Keinen Schimmer. Nix womit man arbeiten könnte. Der Redaktionsplan blieb leer. Die Apps auch. Bis heute. Hab sie gelöscht.


Irgendwann kam ich zu dem Entschluss – egal, schreib einfach irgendwas. Völlig Wumpe was. Waste am Wochenende so gemacht hast beispielsweise. Irgendwas. Hauptsache du fängst mal an. Ist ja eh für mich. Mit der Zeit wird sich was finden. Und tatsächlich. Kam dann auch so.

Bei Profis spicken

Ich hatte auch entdeckt, wo man Blogs so findet. Da habe ich natürlich geschaut, wie die Profis das so machen. Schnell stieß ich auf Blogs wie die von Tommi oder Sari . Sehr professionell. Daran könnte man sich doch orientieren.

Schnell kamen eine Menge weitere Blogs hinzu. Blogs, denen ich heute noch gerne folge und die mich inspirieren. Und manche folgen auch mir inzwischen. Die Liste der Blogs die ich lese, wird immer länger.

Die ersten Kommentare – Stolz wie Bolle

Im Januar ging es mit den ersten Beiträgen los. Und tatsächlich. Plötzlich trudelten die ersten Kommentare ein. Stolz wie Bolle war ich. Über jeden Kommentar freue ich mich bis heute. Und noch mehr freue ich mich, dass beispielsweise Vanessa, Lizzy, Britta, Beate … so fleißig kommentieren. Vielen Dank dafür.


Ich habe dann so einiges ausprobiert. Dankbar war ich immer über Aktionen wie das Projekt 52 von Sari oder die Dienstagsdrabbles von Wortman. So konnte ich meinen Blog anfangs mit Leben füllen. Leider ist das inzwischen eingeschlafen. Warum eigentlich? Muss ich mal drüber nachdenken.

Fotografie – Ein altes Hobby erwacht

Durch das Bloggen wurde auch ein altes Hobby wiedererweckt. Das Fotografieren. Meine Beiträge sollten ja auch mit netten Fotos dekoriert werden. Im Laufe der Zeit entwickelte sich eine gewisse Routine. 1-2 mal in der Woche kommt ein neuer Beitrag. Mal ne Kurzgeschichte, mal nur Fotos, Monatsrückblicke oder etwas über einen Trip mit dem Wohnmobil. Einen Redaktionsplan habe ich übrigens immer noch nicht. Ich mach das so wie mir die Mütze sitzt. Ist vermutlich höchst unprofessionell aber egal.

SEO? Keyword-Recherche? Keinen Bock drauf

Ich tue mich auch sehr schwer mit Keyword-Recherchen, Google Analytics und Statistik generell. Langweilig. Nehme ich mir immer wieder vor. Mache ich dann doch nicht. KI half mir auch schon dabei. Hab aber immer noch keinen Bock darauf.

Deshalb wird mein Blog vermutlich auch nie besonders große Besucherzahlen erzielen. Das macht aber nichts. Viel wichtiger sind mir die netten Menschen, die bleiben und mit denen ich mich austauschen kann.

Ausblick 2026 – Weiter planlos, weiter glücklich

Und wie geht es nun weiter in 2026? Was ist geplant? Ääähm … keine Ahnung. Immer noch ziemlich planlos. Ich mache wohl so weiter wie bisher. Zwar habe ich gewisse Vorstellungen, wie meine zukünftigen Blogbeiträge inhaltlich aussehen könnten. Das heißt aber noch lange nicht, dass es auch so kommen wird.


Fest steht: keine Nischenbedienung, keine Ratschläge oder (Lebens)Rezepte und Spirituelles ist bei mir erst recht nicht zu erwarten. Was du allerdings erwarten kannst: ich werde mir weiterhin Mühe geben, den Laden hier so Zeugs zu füllen, dass er dich im besten Fall angenehm unterhält.


Und was ich für mich erwarte: dass ich alles, was so in meinem Leben passiert, fein aufschreibe, damit meine 100 Enkel und der Rest der Welt, den ganzen Firlefanz in ein paar Jahren nachlesen kann.
Ich denke, dass könnte funktionieren.


Bis die Tage … Glückauf

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Martin

Ruheständler mit Reiselust und Hang zu kreativen Eskapaden. Mit Beginn des Ruhestands habe ich nun Zeit und Lust mein Leben in Worte zu fassen. Früher war mehr Dia-Abend, heute mehr Blog.

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